Burgstrasse: Sanierung im bewohnten Zustand

Luftaufnahme der Wohnüberbauung an der Burg- und Eckwiesenstrasse
Aussensicht der Fassade eines Wohnhauses an der Burgstrasse
Visualisierung eines Vorschlages für die neuen Balkone an der Burgstrasse
Situationsplan der Überbauung an der Burgstrasse und Eckwiesenstrasse

An der Burg-, Eckwiesen- und Oberfeldstrasse in Winterthur-Wülflingen vermietet Terresta 368 Wohnungen zu günstigen Konditionen. Damit dieser Wohnraum für weitere Jahrzehnte erhalten bleibt, sanieren wir die Überbauung im bewohnten Zustand. 

Die Häuser stammen aus den 1950er- und 1960er-Jahren und wurden seit der Erstellung nicht umfassend saniert, entsprechend gross ist der Handlungsbedarf. Die Arbeiten begannen im Sommer 2026 und sind in acht Etappen über acht Jahre geplant.

Die Mieter:innen können bleiben

Uns ist wichtig, dass die bestehende Nachbarschaft erhalten bleibt. Deshalb sanieren wir im bewohnten Zustand, so dass die Mieter:innen ihre Wohnungen behalten können. Eine Ausnahme bilden die 1-Zimmer-Wohnungen, bei denen dies aus Platzgründen nicht möglich ist. Während der Bauzeit begleiten wir die Bewohner:innen eng: Eine «Rezeption» vor Ort dient als niederschwellige Anlaufstelle für organisatorische Fragen und individuelle Anliegen.

So viel wie nötig, so wenig wie möglich

Um Ressourcen zu schonen und die Kosten tief zu halten, beschränken wir die Eingriffe auf das Notwendige. Wo immer möglich setzen wir auf Re-Use: Küchenschränke werden ertüchtigt statt ersetzt und intakte Bauteile wiederverwendet, so sparen wir graue Energie. Weil wir zudem deutlich weniger als die gesetzlich zulässigen 50 bis 70 Prozent der wertvermehrenden Kosten auf die Mieten überwälzen, fällt die Mietzinserhöhung moderat aus. Die moderne Wärmeerzeugung und die bessere Dämmung führen ausserdem zu tieferen Nebenkosten.

Erneuert und aufgewertet

Nach der Sanierung verfügen alle Wohnungen über erneuerte Küchen, Bäder, Strangleitungen und Balkone. Die Gebäudehüllen werden gedämmt, die Fenster energetisch verbessert und die Heizung auf Wärmepumpen umgestellt. Ein Teil der benötigten Energie entsteht künftig vor Ort über PV-Anlagen. Auch die Umgebung wird aufgewertet, mit gedeckten Veloabstellplätzen, neuen Wegen und einer naturnahen, biodiversen Bepflanzung mit Gartenhöfen.

Für die Gesamtplanung und die Architektur ist das atelier ORA zuständig, für die Gestaltung des Aussenraums Westpol Landschaftsarchitektur. Die Kosten der Sanierung der gesamten Wohnüberbauung werden sich auf rund 80 Millionen Franken belaufen. Die letzte Etappe erfolgt voraussichtlich 2033.